Der Immun-Shot

Unsere Kräuterexpertin Tamara Seyr bloggt für uns heute einen krafvollen Booster für’s Immunsystem – damit kommt man super fit und gestärkt durch die kommende Schnupfenzeit!

Mit dem Schnapsglas durch den Winter

Als ich neulich mit dem Zug unterwegs war, fing es schon an. Gefühlt jeder um mich herum hustete, nieste und schnäuzte sich. Ich spürte regelrecht wie sich die fiesen Viren und die blöden Bakterien in mir einzunisten versuchten. Wuaaaaahhh! Sprich: Die Erkältungszeit hat begonnen. Uff!
Nun heißt es, mich und meine Körper schützen. Doch wie?
Da ich leider keine abgelegene Hütte im Wald besitze, um dort in aller Seelenruhe die Schnupfenzeit abzuwarten, muss ich mir anders helfen. Ich muss mein Immunsystem aufbauen und stärken. Am besten ganz unkompliziert mit einem selbstgemachten Immun-Shot. Dafür nehme ich: Frischen Ingwer, frische Gelbwurz (Kurkuma) und frischen Zitronensaft.

Ingwer bringt den Kreislauf in Schwung, stärkt das Immunsystem und enthält Antioxidantien.
Seine Scharfstoffe aktivieren die Durchblutung, was der Immunabwehr hilft, schneller am Ort des Geschehens zu sein.
Die Bitterstoffe helfen der Verdauung. Und wenn man bedenkt, dass sich ein großer Teil des Immunsystems im Darm befindet, heißt das: eine gute Verdauung ist die Basis für ein gutes Immunsystem.
Bitterstoffe haben auch die Fähigkeit überschüssige Säuren im Körper zu reduzieren. So helfen sie ein basisches Umfeld zu bilden, in dem sich Krankheitserreger nicht wohl fühlen.
Viele Giftstoffe schmecken bitter. So hat unser Körper gelernt, dass der bittere Geschmack Giftstoffe enthalten kann. Dadurch geht er in Hab-Acht-Stellung und das wird das Immunsystem aktiviert. Zudem will der Körper diese Stoffe so schnell wie möglich los werden -sie könnten ja schädlich sein- und beschleunigt deshalb auch alle dazu benötigten Funktionen.

Kurkuma wirkt antimikrobiell und dient zur Abwehr von Krankheitserregern. Das enthaltene Peptit Cathelicidin wirkt sich positiv auf die Ausbildung der T-Zellen aus.
Als Antioxidans fängt die Wurzel freie Radikale.
Die Gelbwurz, wie sie auch genannt wird, ist ein richtiger Immun-Booster. Sie wirkt Zellschützend und Studien zufolge sogar krebswidrig.

Die Zitrone ist ein basisches Mittel. Sie dient als natürliches Desinfektionsmittel. Die positive Wirkung auf Erkältungen hält sich in Grenzen. Aber sie unterstützt und erleichtert die Aufnahme von Eisen. Das Immunsystem kann nicht richtig arbeiten, wenn es an Eisen fehlt. Liegt ein Eisenmangel vor, steigt meist auch die Infektanfälligkeit an.

Die Zubereitung

Ich nehme etwa 100g Ingwer, 100g Kurkuma (beides mit Schale) und 200ml frischen Zitronensaft. Die Zutaten gebe ich in den Mixer püriere sie, bis alles gut zerkleinert ist und eine Art Brei entstanden ist. Sollte sich der Mixer etwas schwer tun, kann man noch Zitronensaft (Wasser geht auch) hinzufügen. Der Brei wird jetzt durch ein sauberes Tuch gefiltert. (ACHTUNG: bei diesem Schritt sind Handschuhe ganz sinnvoll, denn Kurkuma färbt alles rücksichtslos gelb. Man will schließlich nicht mit einem von den Simpsons verwechselt werden.)
Ich gieße alles in eine große Gasflasche (oder mehrere kleine zum Mitnehmen) und lagere sie dann im Kühlschrank. Die Mischung hält sich über Wochen bis Monate. Als Immun-Booster nehme ich jeden Tag ein halbes, bis ganzes Schnapsglas davon. Die Kur dauert bei mir immer ca. einen Monat lang. Dann wird mindestens eine Woche Pause gemacht, bis ich wieder mit der Kur beginne. Mit diesem Shot komme ich sicher über den ganzen Winter. So, nun aber schnell!
Mein heutiges Schnapsglas wartet schon. Ich darf meinen Gläschen auf gar keinen Fall vergessen. Sonst muss ich mich wirklich noch um eine abgelegen Hütte im Wald bemühen. Wobei… so schlecht klingt das gar nicht.

 

Köstliche Würzsauce aus Liebstöckel

Ich habe einen recht großen Stock Liebstöckel – Levisticum officinale im Garten. Liebstöckel gehört zu der Familie der Doldenblütler – Apiaceae und hat sehr viele ätherische Öle in sich. Es ist ein wunderbares sehr aromatisches Kraut, das sehr gerne in der Küche verwendet wird. Es gehört auf alle Fälle in eine selbstgemachte Suppenbrühe.
Liebstöckel trägt auch den Volksnamen „Maggikraut“. Maggi selbst wurde 1886 von Julius Maggi entwickelt welches einen Ersatz für Fleischextrakt wurde und völlig vegan ist. Das Produkt hat sich bis heute gehalten und findet sich in vielen Küchen. Da stellt sich doch die Frage ob man nicht eine Würzsauce selber machen kann. Maggi habe ich zwar nie zuhause, aber Sojasauce verwende ich hin und wieder ganz gerne besonders in Wokgerichten. Beide Produkte basieren auf Soja und Weizen. Ich persönlich verzichte aber gerne auf Soja und Weizen also liegt es nahe eine Würzsauce zu kreieren.
Nun da mein Liebstöckel so schön war habe ich in abgeerntet und eine Würzsauce daraus gemacht.

Rezept:

275 g Liebstöckel – Levisticum officinale
3-4 Karotten klein geschnitten
1 rote Zwiebel samt Schale, geviertelt
3 Kapseln Kardamom
1 Tl Koriander Samen
1 Tl Galgant gemahlen
1/2 Tl Curcuma gemahlen
90 g Zucker
30-50 g Salz
1,5 l Wasser
1 El Pfeilwurzelstärke

Den Liebstöckel in große Stücke schneiden und mit der Zwiebel und den Karotten in einen mit 1,5 l Wasser gefüllten Topf geben. Die Gewürze im Mörser zerquetschen und dazu geben. Alles ca. 30 Minuten köcheln lassen. Über Nacht stehen lassen. Nochmal aufkochen und durch einen Filter laufen lassen. In der Zwischenzeit den Zucker karamellisieren bis er eine schöne Farbe angenommen hat und mit dem abgefilterten Sud ablöschen. Solange rühren bis sich der Zucker gelöst hat. Das Salz hinzugeben und den Sud etwas reduzieren lassen. Wer möchte kann die Würzsauce noch mit ein wenig Pfeilwurzelstärke andicken. Die Liebstöckel-Würzsauce in saubere Flaschen füllen, fertig.
Zucker und Salz konservieren ausreichend.
Verwende die Würze für Eintöpfe, Wokgerichte oder auch mal für das Frühstücksei.
Die Sauce ist vegan, ideal für Paleo-Rezepte sowie glutenfrei. Zudem auch für alle die eine Weizenunverträglichkeit haben geeignet. Weiters ist sie preisgünstig und selbstgemacht. Auch mal als Geschenk aus der Küche ist diese Würzsauce aus Liebstöckel etwas Besonderes.

 

 

Erfrischender Gurkenlikör

In manchen Jahren ist die Gurkenernte so groß, dass man einfach nicht weiß was man alles damit machen soll. Darum möchte ich euch heute mein Gurken-Likör Rezept vorstellen. Eisgekühlt serviert ist es unglaublich gut.

Man benötigt:

4 – 5 große Gurken, geschält und entkernt
1,5L Ansatzkorn 40%
800g brauner Kandiszucker

Die Gurken nach dem schälen und entkernen klein schneiden. In ein Weithalsglas füllen und mit Zucker und Korn übergießen. Mindestens eine Woche oder etwas länger ziehen lassen und immer wieder schütteln. Durch den braunen Kandis bekommt der Likör eine schöne goldene Farbe.

Wer möchte kann noch optional Zimt, Zitronenmelisse, Minze, Bohnenkraut oder andere Kräuter dazu geben. Demnächst werde ich den Likör mit Australischem Zitronenblatt (Plectranthus species Mount Carbine) ansetzten. Das schmeckt sicher auch ganz fantastisch.

Beachte nicht zu viel Kräuter hinzu zu geben damit der feine Gurkengeschmack nicht überlagert wird, das wäre wirklich äußerst schade, zeichnet es diesen Likör gerade dadurch aus.

Abfiltern und vor dem Genuss kühl stellen. Meine Gäste sind durchwegs fasziniert wie wohlschmeckend dieser Likör ist.

Selbstverständlich hast du mit diesem Likör ein ganz besonders ausgefallenes und exquisites Geschenk parat.

© Natur zum Wohlfühlen – Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
FNL Bezirksleitung Bregenz

 

Das Rezept zum Download: Erfrischender Gurken Likör

Kohlezauber für die Haut

Kohlepräparate sind neuerdings im Kosmetiksektor immer beliebter, als Zahnpaste aber auch als Mittel um die Haut tief zu reinigen. Bei industriell hergestellter Pflege nimmt man Plastikverpackung, diverse Konservierungsmittel, Mikroplastik usw in Kauf… deshalb zeit euch unsere Heidi Tisch heute, wie ihr euch eure eigene Tiefenreinigung für die Haut herstellen könnt.

Ihr braucht:

2 ML Aktivkohle
3 ML rote Heilerde
1/1 ML Lorbeeröl oder Hanföl
3-5 Tr. äth. Rosmarinöl

Zu den oben genannten Zutagen gebt ihr nun so viel Rosmarinhydrolat dazu, dass es eine schöne Paste wird. Fertig!

*ML = Messlöffel

 

Anwendung:

Das Gesicht vorher reinigen und die Maske aufs gereinigte Gesicht auftragen. Das Ganze 10-20 Minuten einwirken lassen und danach mit lauwarmem Wasser und einem feinen Tuch die Maske wieder abnehmen. Ihr werdet sehen, dass diese Maske eine hervorragende Tiefenreinigung gibt, besonder bei öliger und zu Unreinheiten neigender Haut.

Danach könnt ihr noch eine leichte Pflege zur Abrundung auftragen und fertig!

Viel Freude beim Nachmachen wünscht euer Team vom  FNL!

Johanniskraut – Sinnbild der Sonne

Die leuchtenden gelben Blüten sind wie ein Sinnbild für die Sonne, genauso gleißend wirken sie im Licht und weit in die Dämmerung hinein. Die Pflanze ist zu Sommerbeginn in ihrer Vollblüte und strotzt vor Kraft. Dass man sie genau um Sonnwend und Johannis herum sammeln soll, geht sicher zu einem Teil auf Paracelsus zurück, der das Johanniskraut dieser Tage sehr lobte. Er wollte es überall sehen: unterm Kissen, nahe der Brust, an der Haustüre, an den Ackerrändern. Außerdem, so meinte er, solle man oft davon kosten.

Johanniskraut-Tee und Johanniskraut-Kapseln (die es ja auch schon gibt und gepulverte Blätter und Blüten des Johanniskrauts enthalten) zählen nicht gerade zu den Liebkindern der Ärzte. Es gibt zu viele Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, mit Blutverdünnungsmitteln zum Beispiel oder mit einigen Antibiotika und Antidepressiva, außerdem mit Herzglycosiden und Hormonpräparaten wie der Antibabypille. Was heißt das? Johanniskraut ist kein Wald- und Wiesenschätzlein, sondern eine große Heilpflanze mit starker Wirkung.

 

Seelenschmeichler

Der Tee aus Kraut und Blüten hat einen angenehmen Geschmack nach grünem, geschnittenem Gras – kommt daher der früher gebräuchliche Name „Hartheu“? Und es ist ganz und gar nicht egal, ob man frisches oder getrocknetes Kraut für eine Teezubereitung nimmt. Frische Pflanzen übergießt man mit kochendem Wasser und lässt höchstens 2 bis 4 Minuten ziehen, bei getrockneten Pflanzenteilen sollte man mindestens 10 Minuten ziehen lassen. Pro Tasse nimmt man das, was zwischen 3 Finger passt, also ungefähr 2 Teelöffel voll. So ein Tässchen kann die Stimmung entscheidend verbessern. Es beruhigt den Magen und hilft bei Krämpfen während der Menstruation. Man sieht schon, Johanniskraut ist nichts für den täglichen Dauergebrauch. Immer wieder mal ein Tässchen – JA. Viele Wochen oder Monate hindurch und ununterbrochen – NEIN. Jetzt, im Sommer, wo es viel Wärme und Sonne gibt, ist bei Johanniskraut-Genuss darauf zu achten, den Körper vor zu viel Licht zu schützen. Johanniskraut macht sonnenempfindlich, es ist halt ein Kind der Sonne und fängt all ihre Strahlen begierig auf …

Aber in den Wintertagen, wenn es draußen so richtig trüb und unangenehm wird, wenn sich der ganze graue Dunst auf die Seele schlägt, dann hat Johanniskraut seine große Stunde. Denn dann hilft es mit, sonnige Botenstoffe wie Serotonin zu bilden, und man muss nicht so viel Schokolade essen, um die Serotoninproduktion im Gehirn anzukurbeln – was zweifach glücklich macht. Sonne für die Seele!

 

Licht ins Herz bringen.

Johanniskraut wächst in praktisch jedem Garten – wenn es willkommen ist. Wer keinen eigenen Garten hat, findet es in Gärtnereien und pflanzt es in eine Schale auf dem Balkon. Das arzneilich verwendete Hypericum perforatum hat einen zweikantigen Stängel, daran erkennt man es hundertprozentig. Wenn man die Blüten – und hier vor allem die Knospen – zwischen den Fingern zerquetscht, färbt sich die Haut rot. Der rote Farbstoff (Hypericin) ist bei den anderen Arten ebenfalls zu finden. Auch die Öldrüsen auf den Blättern, die wie kleine Pünktchen aussehen, findet man bei den meisten der weiteren Arten, die es bei uns gibt. Der zweikantige Stängel ist also ein untrügliches Erkennungszeichen. Um Johanniskraut trocknen zu lassen, nimmt man die oberen 10 bis 15 cm der Pflanze und bindet ein lockeres Sträußchen damit. Das Sträußchen wird kopfüber in einem staubfreien, luftigen Raum aufgehängt. Erst wenn alles schön raschelt, wird in dunkle Gläser abgefüllt und gelagert. Dann hat man den Vorrat für melancholische Herbst- und Wintertage. Nicht auf Vorrat trocknen – es kommt wieder ein neues Jahr und das Johanniskraut soll sich ja aussäen und nicht ausgerottet werden!

Ribisel – Gib mir Saures

Kinder verziehen oft das Gesicht, wenn sie zum ersten Mal eine Ribisel kosten. Sauer! Dabei stimmt das gar nicht. In Wirklichkeit enthalten nämlich Himbeeren viel mehr Apfelsäure wie Ribiseln – nur unsere Geschmacksknospen sehen das anders.

Bei der Zitronensäure liegen die Ribiseln vor den Himbeeren, bei der Oxalsäure weit darunter, nur die Salicylsäure ist bei beiden gleich, 5,1 mg/100 g Früchte. In der Volksheilkunde sind es die schwarzen Johannisbeeren Ribes nigrum, die vorrangig verwendet werden. Die roten und weißen Ribiseln Ribes rubrum gehören eher in den Bereich der Küche. Aber auch die klassischen roten Johannisbeeren haben ihren Heilwert, denn auch sie sorgen für den Abtransport von Schlacken aus dem Gewebe und sind gut bei Leberbeschwerden, Erkrankungen der Harnwege und zur Stärkung der Lungen. Der Vitamin-C-Reichtum ist geradezu sprichwörtlich, Anthocyane gibt es zu Hauf, also sind die kleinen Beeren echte Schönmacher und Körperstärker. Vitamin C geht bei den Saftzubereitungen durch das Kochen weitgehend verloren. Aber es geht auch anders. Es gibt auch Säfte, die ohne Erhitzen auskommen und gerade sie sind besonders erfrischend.

 

RIBISELWASSER

ZUTATEN:

½ kg abgerebelte Beeren
½ l Wasser
125 g Zucker

ZUBEREITUNG

  • ½ kg abgerebelte Beeren im Mixer pürieren. Die heutigen Smoothiemixer sind bereits so gut, dass man anschließend nicht mehr durchseihen muss. Hat man einen älteren Mixer, dann sollte man das entstehende Püree durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb laufen lassen.
  • ½ l Wasser mit 125 g Zucker aufkochen lassen.
  • Den Sirup mit dem Beerenmus (oder dem abgelaufenen Saft) vermischen.
  • Den Saft in einen Krug oder eine Flasche füllen. Im Kühlschrank aufbewahren und laufend verbrauchen.

 

FRUCHTLEDER AUS RIBISELN

Um haltbares Fruchtleder in guter Qualität herzustellen, braucht man außer den reifen, abgerebelten Früchten einen guten Mixer und einen Dörrapparat. Zur Not könnte man den Fruchtbrei auch im Backofen trocknen, aber das braucht sehr lange und meist kann man bei Backöfen die Temperatur nicht unter 50 Grad einstellen, und das ist bereits einige Grade zu viel.

ZUBEREITUNG

  • Man püriert die Früchte und streicht den Fruchtbrei auf Anti-Haftfolie oder Backpapier. Je dicker die Fruchtschicht ist, desto länger muss getrocknet werden. Bewährt hat sich etwa ½ cm.
  • Nun im Dörrapparat so lange bei ca. 47 Grad trocknen lassen, bis der Brei sich von der Folie löst, aber noch etwas weich ist.
  • In beliebige Teile teilen und in einem Glasgefäß aufbewahren.

Fruchtleder hält sehr lange und bringt den Sommer in winterliche Tage. Außerdem kann man damit große Fruchtmengen, die vielleicht im Garten gerade angefallen sind, problemlos verarbeiten. Wem Ribiseln allein zu sauer sind, der kann ohne weiteres Honig, andere (süßere) Früchte, Birkenzucker und auch Gewürze wie Vanille oder eine Prise Kakao unter die Masse mengen. Ist genauso gesund und schmeckt dann auch den „Süßen“.

 

FEINER RIBISELKUCHEN

ZUTATEN TEIG

¼ kg Butter ȩ 200 g Staubzucker
5 Eidotter
1 Päckchen Vanillezucker
1 Esslöffel Rum oder Cognac
100 g Mehl
1 Päckchen Backpulver ȩ eventuell etwas Milch

ZUBEREITUNG

  • Butter und Zucker weißschaumig aufschlagen.
  • Eidotter nach und nach einrühren, dabei je Dotter mindestens 1 Minute rühren.
  • Vanillezucker und Alkohol zufügen (keine Angst, der Alkohol verflüchtigt sich während des Backvorganges, der Geschmack bleibt).
  • Mehl mit dem Backpulver vermischen und unter die Masse rühren, das sollte schnell geschehen, sonst wird der Teig gummiartig. Ist der Teig zu fest, etwas Milch zufügen.
    Den Teig auf ein mit Back-Trennpapier belegtes Backblech streichen und in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen schieben.
  • Die Backzeit beträgt etwa ¼ Stunde, höchstens 20 Minuten. Wenn der Teig oben goldbraun wird, aus dem Rohr nehmen.
  • In der Zwischenzeit die Schneehaube vorbereiten.
  • Dazu das Eiklar steif schlagen.
  • Den Kristallzucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis eine schnittfeste Masse entstanden ist.
  • Die abgerebelten (trockenen) Ribiseln unterheben.
    Die Schneemasse auf dem gebackenen Biskuitteig verteilen.
  • Die Temperatur des Backrohres auf 130 bis 140 Grad zurückdrehen.
  • Alles nochmals weiterbacken. 10 bis 15 Minuten sollten ausreichend sein – es kommt darauf an, wie heiß das Rohr ist. Der Schnee sollte nicht braun werden, aber doch leichte Farbe annehmen.

Viel Spaß und Erfolg beim Kochen und Backen.

Natürlicher Sonnenschutz selbstgemacht

Wer hätte gedacht, dass man Sonnenschutz auch selber machen kann? Dazu auch noch ohne chemischen Lichtschutzfilter. Mineralisches Zinkoxid ist hier das Mittel, das das möglich macht.  Unsere Heidi Tisch teilt ein tolles DIY-Rezept für natürlichen Sonnenschutz!

Natürlicher Sonnenschutz

Man braucht:

  • 20g Shea
  • 10g Kokosbutter
  • je 5g Jojoba-und Sesamöl
  • 1 ML Sandornfruchtfleischöl
  • 2 ML Aloe Vera Gel
  • 1 ML Zinkoxid
  • falls Sie Duft möchten: 5 Tr. Rosenhol und 3 Tr. Geranie.

Butter sanft schmelzen, in etwas Öl das Zinkoxid auflösen und mit den anderen Zutaten in die Butter rühren. Diese kann man aufschlagen um eine fluffige Konsistenz zu haben oder einfach schön verrühren. Alle diese Rohstoffe haben einen natürlichen Sonnenschutz und schützen und pflegen eine normale Haut bei verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne. Ohne Zinkoxid ist es auch eine wohltuende Pflege für die Haut.

Bitte auch immer daran denken mit Kindern nicht zu lang in der prallen Sonne zu bleiben!

Ayurvedisch kochen mit heimischen Zutaten

Unser Bloggerin Tanja vom Ayurveda-Naturladen in Graz erklärt heute was Ayurvedisch kochen ist und dass das auch mit heimischen Zutaten geht. Schon das Lesen allein ist Genuss pur! Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und Nachkochen!

 

Ayurvedisch kochen

Um Ayurvedisch kochen zu können genügt die übliche Grundausstattung der Küche.
Ayurvedische zu Kochen bedeutet lediglich, das Einbeziehen der 6 Geschmacksrichtungen und dass die Lebensmittel individuell auf die eigene Konstitution und die Jahreszeit abgestimmt ist.
Eine Spezialität in der ayurvedischen Küche ist die Verwendung von zahlreichen Gewürzen, Kräutern und Ghee (Anm. d. Red.: eine Art geklärte Butter). Für das besonders vollmundige Geschmackserlebnis, das so typisch für die ayurvedische Küche ist, ist es wichtig, dass jede Speise alle sechs Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb) enthält. Als letztes, aber nicht weniger von Bedeutung, ist die Reihenfolge der Koch-Abläufe, die stets beachtet werden sollte.

Wenn man die Prinzipien des Ayurveda einmal verstanden hat, kann man das Wissen auf jede beliebige Küche der Welt übertragen. So kann man deutsche, griechische, italienische, französische oder anderen Gerichte ayurvedisch zubereiten.

All dies möchte ich in der Folge erläutern und damit einen Leitfaden geben, wie ayurvedische Gerichte oder regionale Speisen nach ayurvedischen Richtlinien gut gelingen. Bei Ausprobieren und Kochen, aber auch beim Essen und Genießen wünsche ich viel Freude!

Beim kochen Reihenfolge beachten:

1. ungemahlene Gewürze in Ghee anbraten.
2. gemahlene Gewürze dazu geben.
3. Zwiebel, Ingwer, Knoblauch hinzufügen.
4. Gemüse oder Fleisch dazu.
5. mit Wasser aufgießen.
6. mit Joghurt, Schlag, Sojamilch, etc. verfeinern.
7. frische Kräuter und Salz werden als letztes hinzugefügt

Ausgleich durch die 6 Geschmacksrichtungen

Der Geschmack nährt die Körpergewebe(Dahatus) und diese nähren weiters die Organe.
Zudem schmeckt ein Gericht mit allen Geschmacksrichtungen tausend mal besser!

Von allen Menschen werden, um die Gesundheit zu erhalten, alle 6 Geschmacksrichtungen benötigt. Bei einer erhöhten Zufuhr verschiedener Geschmacksrichtungen, kann es zu einem Ungleichgewicht im Körper kommen. Jedes Lebensmittel enthält mindestens eine Geschmacksrichtung, die meisten sogar zwei. So kann ein Lebensmittel für zwei od. mehrere Geschmacksrichtungen stehen. Die sechs Geschmacksrichtungen wirken unterschiedlich auf Körper, Geist und Seele. Das kann sich im positiven wie auch im negativen auf den Körper auswirken, je nachdem, wie viel man zu sich nimmt. Auch Emotionen werden vom Geschmack beeinflusst und wirken sich positiv oder negativ auf die Psyche des Menschen aus. Wenn man Speisen verzehrt, werden Signale zum Gehirn gesendet, welche Einfluss auf die Psyche, die Doshas, die Verdauung, und die Körpergewebe nehmen. Daher macht es Sinn, den Geschmackssinn zu schulen. Idealerweise sollten über den Tag verteilt alle sechs Geschmacksrichtungen im ausgewogenen Verhältnis verzehrt werden bzw. sollten sie in einer Mahlzeit 1mal am Tag vorkommen damit alle Körpergewebe genährt werden.

Bei der Ayurveda Küche ist darauf zu achten, dass ein Gericht alle sechs Geschmacksrichtungen enthält.

süß
Milch, Sahne, Butter, Ghee, süßes Obst, Wurzelgemüse, Bohnen und Linsen, Brot, Nudeln, Zucker, Karotte, Kartoffel, Getreide wie Gerste, Weizen, Hafer, Roggen, Erbsen, Reis,

sauer
Zitrusfrüchte, fermentierte Milchprodukte wie Käse, Joghurt, etc., Wein, Essig, Sauerkraut, Tomate, Ananas, Himbeere, saure Äpfel wie Granny Smith, Erdbeere, Grapefruit, Zitrone,

salzig
Alle Salzarten, Knabbergebäck wie Chips,etc.

scharf
scharfes Gemüse wie Zwiebel, Kren, Rettich, Radieschen, Knoblauch, Kohlrabi, Lauch, Frühlingszwiebel, Paprika, Schnittlauch,
scharfe Gewürze wie Pfeffer, Chili

bitter
Spinat, Mangold, Oliven, grünes Blattgemüse, Artischocken, Chicoree, Spargel, Radico, Löwenzahn, Rhabarber, Bohnen, grüner Tee, Kaffee, Basilikum, Kurkuma, Oregano, Thymian, Rosenkohl, Brennnessel, Rucola

herb/zusammenziehend
Nüsse, Beeren, Hülsenfrüchte, rohes Gemüse, Rhabarber, Brokkoli, Blumenkohl, Honig, Buchweizen, Maismehl, Spargel, Fenchel, Stangensellerie, Auberginen, Chicoree, Blumenkohl

Ayurvedisch muss nicht immer Indisch sein!
Zur Veranschaulichung möchte ich in der Folge ein traditionelles Rezept, mit allen sechs Geschmacksrichtungen gekocht, vorstellen: Als Zutaten werden keine ayurvedischen Gewürze oder exotisches Nahrungsmittel verwendet; vielmehr ist alles vertraut und altbekannt – und dennoch entspricht die zubereitete Speise den ayurvedischen Richtlinien.
Anhand dieses Beispiels kann man der Kreativität nun freien Lauf lassen und bekannte Familiengerichte ayurvedisch zubereiten.

Krautfleckerln mit Vogerlsalat

Süß: Nudeln, Fett
Sauer: Kraut, Essig
Salzig: Salz
Scharf: Pfeffer, Zwiebel, Kümmel
Bitter: Vogerlsalat als Beilage, Paprikapulver über die Krautfleckerl streuen
Herb: Nüsse über den Salat streuen oder Steirische Käferbohnen zum Salat servieren.

Krautfleckerl ayurvedisch zubereitet
Statt Fett könnte man Ghee oder Kokosfett verwenden.
Dem Kraut könnten man mit Kurkuma eine schöne gelbe Farbe verleihen; und statt Kümmel könnte man Kreuzkümmel oder Ajwain verwenden.
Statt Pfeffer könnte der lange Pfeffer verwendet werden
Statt den Nudeln könnte man Kichererbsennudeln oder Linsennudeln verwenden und statt den Nüssen könnte man Chia Samen, Leinsamen oder Hanfsamen verwenden.
Zusätzlich könnte man noch etwas gemahlenen Koriander und 1 Msp. Hing Asafötida beimengen.
Vor dem Servieren etwas Schwarzkümmelsamen über das Gericht streuen.

Mit diesen kleinen Änderungen schmeckt das Gericht aus Omas Kochbuch schon etwas anders, und hat dazu noch einen gesundheitsfördernden Effekt.
Ich hoffe, es schmeckt Dir!

Tanja Pinter

Dipl. Ayurveda Praktikerin, Dipl. Kräuterexpertin
www.ayurveda-naturladen.at

Die Kurse sind individuell, persönlich, kompetent und mit viel Liebe gemacht. Nur kleine Gruppen machen es möglich, dass auf die Fragen und Anliegen jedes einzelnen Teilnehmer/in eingegangen werden kann.

Bei Migräne und Spannungskopfschmerz

Die Rezepte für diese zwei Roll-Ons sind von unserer FNL-Referentin Heidi Tisch.  Vielen Dank!

Bei Migräne:

  • 14 ml Mandelöl
  • 7 Tr. Eukelyptus,
  • 5 Tr. Rosmarin,
  • 4 Tr. Basilikum,
  • je 3 Tr. Weihrauch-und Pfefferminze mischen,

in einen Roll-on füllen und bei Bedarf auf Schläfen und Stirn auftragen. Nicht zu dicht an die Augen kommen!

 

Bei Spannungskopfschmerz:

  • 14 ml Öl (oder ein Gel machen)
  • je 5 Tr. römische Kamillen-, Oregano- und Edeltannenöl mischen

wie oben zubereiten und anwenden.

Zauberöl für geschmeidige und glatte Haut

Im alten Ägypten wurde es auch als Haarwuchs hemmend benutzt, neben seinen vielen anderen positiven Wirkungen auf den Körper. Als Hautöl wird es in der neueren Forschung entdeckt, da vor allem wegen der feuchtigkeitsspendenden, der Elastizität und Geschmeidigkeit herstellenden Wirkung auf jede Haut, besonders auf die trockene. Wird in Anti-Aging Produkte eingearbeitet und viel in Körperölen,-lotionen-cremen bei starkem Haarwuchs, Ekzemen, Psoriasis, allen trockenen Hautirritationen.

Für den Stoffwechsel sehr gut, verringert das Risiko von Blutgerinseln, regt die Verdauungssekrete an, (Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse) stimuliert die Kalziumaufnahem durch die Knochen, gleicht die Cholesterinwerte aus.

 

Öl für “weiche Beine”

  • 35 ml Erdmandelöl
  • 55 ml Mandelöl
  • 25 ml Neutralöl oder anderes.

Beduften nach Geschmack. Täglich aufgetragen wird die Haut weich und glatt und verringert den Nachwuchs von Stoppelhaaren.

Ein zauberhaftes Rezept für glatte Haut und mit der Superkraft dafür zu sorgen, dass Härchen nicht so schnell nachwachsen. Danke an Heidi Tisch!

Wir wünschen viel Freude beim Pflegen