Wurzelwein bei Husten und Heiserkeit

Es gibt Pflanzen, die speziell auf die Lunge und die Atemwege wirken. Dazu gehören vorneweg Alant und Bibernelle – Das Kraut der Redner und Sänger. Süßholz wirkt als Synergist für alle Hustenkräuter und verstärkt deren Wirkung. Thymian als kraftvoller Begleiter darf nicht fehlen. Als Grundlage nehmen wir einen Portwein oder Sherry, denn durch den etwas
höheren Alkoholgehalt werden die Inhaltsstoffe besser extrahiert.

Zutaten für 0,5l:

Eine Flasche guten Portwein.
Je 1 EL frische kleingeschnittene Wurzeln von

  • Gartenalant (Inula helenium)
  • Bibernelle (Pimpinella saxifraga oderP. major)
    • Bei getrockneten Wurzeln die Menge halbieren.
  • 1 EL Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) getrocknet aus der Apotheke
  • 1/2 EL frischer Thymian (Thymus vulgaris)
  • 2 EL heimischer Bienenhonig

Beim Wurzelwein werden alle Zutaten in ein großes Weißglas gegeben. Mit dem Portwein übergießen und 2 Wochen stehen lassen. Täglich einmal schwenken nicht vergessen. Dann filtern und in saubere Flaschen füllen. Falls es akut ist und schneller gehen muss, die Pflanzenteile im Wein etwa 15 Minuten köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Sobald dieser nur noch etwa 40 Grad hat, den Bienenhonig dazugeben. Ab 45 Grad wird der Großteil der heilsamen Inhaltsstoffe des Honigs zunichte gemacht.
Sobald der Honig geschmolzen ist, das Ganze abfiltern, in eine saubere Flasche abfüllen und 2x täglich ½ Stamperl vor dem Essen genießen.
Haltbar etwa 3 Monate.

Liebe Grüße, viel Gesundheit und Genuss!
Margot Fuchs
FNL Referentin in Vorarlberg & Allgäu

Liqueur de Verveine

Feiner Kräuterlikör aus Zitronenverbene

Schon seit längerem habe ich eine Zitronenverbene (Loislkraut oder Zitronenstrauch) – Aloysia triphylla (Aloysia citrodora) im Garten. Sie gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse – Verbenaceae. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und ist erst seit dem 18. Jahrhundert nach Europa gekommen. Sie ist bei uns nur begrenzt winterhart und benötigt einen guten Winterschutz damit sie überlebt. Ich packe sie immer ordentlich ein und mein Stock ist inzwischen wirklich groß.
Getrocknet im Tee sind die Blätter extrem mild obwohl die frische Pflanze viel ätherisches Öl enthält, welches sehr nach Zitronen duftet. Die Pflanze wird auch in der Parfumherstellung verwendet aber auch in der Kräuterküche findet sie besonders bei Feinschmeckern und Gourmets Anwendung. Der Duft der Zitronenverbene ist erfrischend, beruhigend und sehr angenehm. Auch in der Volksheilkunde findet sie Verwendung. Ignaz Schlifni empfiehlt die Pflanze bei Husten, Blähungen, Säuremangel und bei Nervenproblemen.
Vor einiger Zeit habe ich ein Rezept für den bekannten französischen Liqueur de Verveine gefunden und dachte mir, dass ich so gerne einen Likör herstellen würde. Meine Pflanze war aber einfach zu klein und hatte nie genug zu ernten. Heuer jedoch ist sie wunderbar groß geworden und ich hatte reichlich Blätter, um diesen Likör anzusetzen. Es ist sogar reichlich davon entstanden.

Ich habe zwei Varianten gemacht und so habe ich ihn hergestellt:

Saubere und schöne Blätter der Zitronenverbene werden in ein Glas bis zu 2/3 vollgefüllt.
Dann mit 80% Ansatzkorn aufgießen und ca. zwei Wochen ausziehen lassen. Die Blätter verlieren komplett ihre Farbe und werden blass – gelblich.

Wichtig: Der Ansatz muss unbedingt dunkel stehen damit er die grüne Farbe nicht verliert. Durch Einfluss von Licht würde er bräunlich werden.
Nach ca. zwei Wochen wird abgefiltert. Die Menge abmessen und mit gleichen Teilen Wasser verdünnt. Wenn du noch weniger Alkoholgehalt haben möchtest kannst du mehr Wasser hinzugeben.

Ich habe zu 800 ml Ansatz 800 ml Wasser hinzugegeben.
Anschließend habe ich 300 gr. weißen Kandiszucker angereichert und stehen gelassen bis er sich aufgelöst hat. Durch tägliches Schütteln oder Umrühren geht dies recht rasch.

Variante II:

Für die zweite Variante gibt man gleich am Anfang zum Ansatz den Abrieb einer Zitrone hinzu.

Beachte: Bei der Zugabe des Zitronen-Abriebes wird der Likör etwas heller. Zudem kannst du mehr oder weniger Zucker verwenden. Lass deinen Ideen freien Lauf.

An sich ist der Likör trinkfertig. Aber ich empfehle dir den Liqueur de Verveine noch ein paar Wochen oder Monate reifen zu lassen. Meiner Erfahrung nach schmecken Liköre dann einfach besser.

Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Weiche Erdbeerzuckerl

Erdbeeren (Fragaria) gehören zu den Rosengewächsen (Rosaceae). Alle etwa 100 bekannten Gartenerdbeer-Arten entstanden aus der Kreuzung zweier amerikanischer Arten im 18. Jh. Je reifer die Frucht, desto süßer wird sie. Das folgende Rezept schmeckt auch mit Walderdbeeren ausgezeichnet und ist eine feine Nachspeise oder Leckerei zwischendurch.

  • 1 große rechteckige Form mit Trennpapier auslegen.
  • 1/2 kg Erdbeeren kurz unter fließendem Wasser waschen, Stängelansätze entfernen.
  • Mit dem Mixstab pürieren.
  • In einem hohen Topf zum kochen bringen.
  • 1/2 kg Gelierzucker (2:1) einrühren, nochmals aufkochen lassen und etwa 5 Minuten sprudelnd kochen.
  • Immer umrühren, damit sich nichts anlegt.
  • Das heiße Fruchtpüree in die Form gießen.
  • So lange kalte stellen, bis das Gelee vollkommen gestockt ist (dauert etwa 3 Std.)
  • Dann stürzen und in kleine Ecke schneiden (oder mit kleinen Förmchen ausstechen, das ist dann übrigens auch eine nette Deko für Torten und Kuchen).
  • Fertig

TIPP:

Als Nachspeise dekoriert man das Gelee mit SchlagoberS und Pistazien. Will man es länger aufheben, müssen die Geleewürfel in Zucker gewälzt und luftdicht gelagert werden.

4 Pflanzen aus deinem Garten für dein grünes Immunsystem

Unsere Referentinnen haben einen tollen Blogartikel für lernleben.at geschrieben, den wir hier heute auch veröffentlichen dürfen. Vielen Dank dafür!

4 Pflanzen aus deinem Garten – für dein „grünes“ Immunsystem

von Ulrike & Ulrike Pflanzenhumanismus | Referentinnen der FNL-Kräuterakademie nach Ignaz Schlifni | ursprünglich erschienen auf lernleben.at | erscheint am Kräuterbotenblog mit freundlicher Genehmigung der Autorinnen

 

Statt den Rasen auf 50 mm zu trimmen – lieber 5 cm täglich essen – dann steht die Ampel für dein Immunsystem auf GRÜN. Was bringt mir das, außer einem zerrupften, „hässlichen“ Rasen?

Für dich und deine Gesundheit.

Dein überstrapazierter Rasen darf sich jetzt, so wie du, in Ruhe entfalten.

Löwenzahn, Gänseblümchen, Gundelrebe, Giersch finden endlich Platz im natürlichen Grün. Es grünt nicht nur grün, sondern es grünt in allen Grüntönen.

1. Der Löwenzahn – wundersame Bitterkeit

Mit ein bisschen Übung sieht man schon von weitem die Rosetten des Röhrlsalat (Löwenzahn, Taraxacum officinale), der uns das ganze Jahr hindurch im Salat seine bittere Seite zur Verfügung stellt. Dadurch wird unsere Verdauung angeregt und es geht uns nicht mehr so oft „die Galle“ über. Das ganze Jahr hindurch jeden Tag ein paar Blätter in den Salat, kann Wunder bewirken.

Seine sanfte Bitterkeit stärkt uns mental. Dadurch wird unser Immunsystem geschont, kann sich stärken, um in Akutsituationen optimal für deine Gesundheit anzufahren.

2. Der Giersch – Liebling im Garten

Der absolute „Liebling“ im Garten ist der Geißfuß (Giersch, Aegopodium podagraria). Du wirst ihm nur „Herr“, wenn du ihn in die Küche einbaust. Hast du das erstmal getan, gehst du ihn zum Nachbar heimlich holen.

Warum wird der „Feind“ im Garten auf einmal zum geheimen Gourmet-Kraut?

Schau ihn dir an, wenn der zarte dreikantige Stängel mit seinen ziegenfußähnlichen Blatt sich aus der Erde rollt. Nicht nachvollziehbar, dass er mit seinen Ausläufern in Windeseile deinen Garten im Griff hat.

Jetzt aber nicht mehr, weil Du weißt, dass er ein wunderbarer Ersatz für Petersilie ist, die sowieso, in meinem Gemüsegarten bestimmt, ewig braucht oder gar nicht ins wachsen kommt. Der Giersch ist in diesem jungen Stadium (bis max. 10 cm) ein wohl schmeckendes und vor allem ein wohltuendes Wildgemüse.

Der „Herr“ des Gartens unterstützt deine Entgiftung, regt die Ausscheidung von entzündlichen Schlacken an und sorgt wieder einmal für eine hervorragende Verdauung, die wieder positiv auf dein Immunsystem wirkt. Du musst für diese positiven Effekte weder einen Tee noch andere zeitaufwendige aufwendige Produkte herstellen. Du musst ihn einfach in der Küche mitverarbeiten. Als Belag auf der Pizza, zum Trinken als „Giersch-Dudler“, in Topfenaufstrichen und „Kräuterbutter“ verarbeitet, als Suppenwürze, als das „GRÜN“ am Butterbrot……. daher „auf in den Genuss“!

3. Das Gänseblümchen – Kopf hocherhoben

Ein Köpfchen, das den Kopf auch nicht in den Sand steckt, wenn der Roboter anfährt oder lieblos aus englischen Rasen entfernt wird, ist das Gänseblümchen (Bellis perennis).

Es verzeiht sofort den Fehltritt und strahlt dich nach diesen Attacken schon wieder mit hocherhobenen Köpfchen an. Die erste Blume, die Kinder im Krabbelalter sofort intuitiv in den Mund stecken. Warum wohl? Kinder wissen, was ihnen gut tut. Das Maßliebchen, wie es auch genannt wird, hat es faustdick in seinem GRÜN.

Es wirkt „sonnig“ auf deine Seele, stärkt dein Selbstvertrauen, lässt deinen Kopf hochhalten und wirkt als Salbe heilsam, juckreizstillend auf deiner Haut. Ob am Butterbrot oder als pflanzliche Essenz, Gänseblümchen wirkt außerdem beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt, schleimlösend und auswurffördernd auf die Atemwege. Durch seine antivirale, entzündungshemmende Wirkung findet dieses zarte Blümelein noch Anwendung bei Erkältung und Herpes simplex Lippenbläschen.

DIE Pflanze mit unbändigen Lebenswillen, jetzt zum Stärken für Menschen und Orte in Ausnahmesituationen.

4. Die Gundelrebe – der Jungbrunnen

Über eine Pflanze stolperst du hoffentlich noch auf der neuen grünen Wiese. Kniest du dich nieder, dann zeigt sie dir ihre dunkelblauen, kleinen lippenförmigen Blüten. Und wenn du dir nicht sicher bist, dass sie das ist, dann erkennst du sie sicher an ihrem herben würzigen Duft – die Gundelrebe (Glechoma hederacea)

Ein „Jungbrunnen“ für Körper Geist und Seele. Die Organe werden vom „Müll“ gereinigt. Die Drüsen laufen auf Hochtouren. Schlacken, Schwermetalle nichts kann sich mehr im Körper halten. Schleim, Eiter, Harnsäure werden über Haut, Niere, Blase ausgeschieden. Herz und Leber werden entlastet und somit wieder gestärkt.

Das optimale Zusammenspiel u.a. von Gerbstoffen, Bitterstoffen und ätherischen Ölen macht diese Pflanze zu einem Tonikum für unseren Lebenssaft „dem Blut“.

Gib deinem Rasen eine Chance zur Wiese zu werden, damit 4 Pflanzen sich endlich zeigen können. Dann kann deine Ampel des Immunsystems auf GRÜN schalten.

Deine Ulli Baldessarini und Ulli Möderndorfer

www.pflanzenhumanismus.at

Die Gundelrebe

Die Gundelrebe – Glechoma hederacea

Synonyme & Volksnamen: Erdefeu, Gundermann, Gundrebe, Donnerrebe, Soldatenpetersilie
Verwendete Teile: ganzes blühendes Kraut und Triebe
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, ätherisches Öl, Bitterstoff, Säure, Vitamin C, Kalium, Saponine
Eigenschaften: schleimlösend, steinlösend, heilend, harnsäurelösend, lungenstärkend, magenstärkend, ausleitend, appetitanregend, wundheilend

Volksmedizinische Verwendung – Naturheilkunde:

Als Tee getrunken oder in Form einer Tinktur, wirkt die Gundelrebe anregend und ausgleichend auf den Stoffwechsel, was sich positiv auf langwierig oder mit Eiter verbundene Krankheit auswirkt.
Ein Tee aus den Blättern und Blüten soll helfen Schwermetalle und Eiterherde aus dem Körper auszuleiten… worauf der Name hinweist: „gund“ (aus dem althochdeutschen) bedeutet soviel wie „Eiter“
Sie wirkt sich auch positiv auf Erkrankungen der Atemwege aus und hilft somit bei chronischen Krankheiten wie Bronchitis, Schnupfen, und Schleimhautentzündungen.
Sie stärkt auch Herz und Kreislauf, und dient als allgemeines Kräftigungsmittel.
Auch als Frühjahrskur ist Gundelrebe ein hervorragendes Kraut…
Frisch, als Tee oder Frischsaft angewendet, hilft es bei Harnverhalten, schwacher Menstruation, Blasenleiden, Leberschwellung, Blasen- und Nierenkrankheit, eitrigem Harn, chronischem Schnupfen und Husten.
Als Vollbad stärkt die Pflanze die Nerven und unterstützt alle Leiden auch über die Haut.
Als Öl Auszug hilft es bei Wunden, geschädigter Haut eiternden Wunden und Brandverletzungen.
Als Würzkraut in kleinen Mengen dosiert in Suppe, Gemüse oder Kräuterbutter anwenden – daher rührt auch der Name „Soldatenpetersilie“
Der Geschmack und Geruch ist aufgrund der reichlich enthaltenen ätherischen Öle und Bitterstoffe leicht harzig und minzähnlich.

 

Tierheilkunde:

Gundelrebe ist vor allem für Pferde giftig
Die Pflanze soll auch für Meerschweinchen, Hamster und Vögel giftig sein.

 

Geschichte und Mythen:

Gundelrebe ist eine der wichtigsten Zutaten der Neunkräutersuppe – sie gehört zu den ersten neun grünen Kräutern im Frühjahr, welche besonders reinigende und erneuernde Kräfte auf Körper und Geist haben.
Dieses Kraut galt bei den Kelten und Germanen als heilig.
Sie glaubten, dass unter ihren Blättern „die Haus– und Hofgeister“ lebten, die auf die Menschen Acht gaben.
Trägt man in der Walpurgisnacht Gundelrebe-Kränze am Kopf, so kann man jede Hexe erkennen

 

Signatur der Pflanze:

Gundelrebe wächst nur in Gruppen – demnach ist sie laut Signaturenlehre für Erwachsene aber vor allem auch für Kinder geeignet, die sich nicht in Gruppen einfügen können.
Sie befreit uns vom Einzelkämpfertum und hilft uns, Hilfe dankbar annehmen zu können.
Einnahme kann in Form von Tinktur oder Blütenessenz erfolgen.

 

Gundelrebe-Salbe

Zunächst musst du einen Öl-Auszug herstellen:

Dazu pflückst du 1 Handvoll blühende Gundelrebe. Diese kommen, grob zerkleinert, in einen kleinen Topf und werden mit ca. 100 ml Bio-Olivenöl übergossen.
Dieses Gemisch erwärmst du vorsichtig und lässt es bei niedrigster Temperatur mind. 1 h sanft ausziehen – immer wieder umrühren.
Dabei gehen alle wichtigen Inhaltsstoffe der Gundelrebe in das Öl über. – Danach wird alle abgeseiht – Fertig ist der Ölauszug.

Zur Salbe:

100 ml fertiger Gundelrebe-Ölauszug
10 g Bienenwachs
Wenn vorhanden 5 ml Gundelrebe-Tinktur

Das Öl mit der Tinktur (wenn vorhanden) und dem Bienenwachs vorsichtig erwärmen, bis das Wachs geschmolzen ist. Ich mixe das Ganze mit einem Milchaufschäumer nochmals kräftig durch – dann wird in Salbentiegel abgefüllt.

Fertig ist die Salbe

TIPP: du kannst beim Ölauszug auch andere wertvolle Kräuter hinzufügen, zb Gänseblümchen, Günsel, Ringelblume… diese sind allesamt heilsam bei Hautverletzungen, Prellungen, blauen Flecken usw.

Anwendungsgebiete der Salbe:

Zur Regeneration geschädigter Haut, bei Wunden und Brandverletzungen, zur Narbenpflege…

Erkennungsmerkmale:

Die Gundelrebe blüht eher blau-violett und hat purpurne Flecken an der Unterlippe.

Die Blätter ähneln kleinen Efeublättern, weswegen er auch den Beinamen „Erdefeu“ trägt (nur einer von vielen volkstümlichen Namen)… sie sind herzförmig bis nierenförmig und grob gekerbt.

 

Von FNL-Botschafterin Anita Landstetter (www.oafoch.at)

Desinfektionsmittel selbst herstellen

Die Rezeptur für ein selbstgemachtes Desinfektionsmittel für die Hände:

830 ml Ethanol (96%iger Alkohol)
110 ml destilliertes Wasser
45 ml Wasserstoffperoxid (3%ig)
15 ml Glycerin (98%ig)

Ergibt 1 Liter, optional kann man dieser Mischung auch 10 – 20 Tropfen eines äth. Öls (Rosmarin, Lavendel, je nach Geschmack) beimengen.
Das Gemisch füllt ihr in Fläschchen mit Sprühkopf, so seid ihr überall geschützt, wo Händewaschen nicht möglich ist.
Die Zutaten könnt ihr im Internet (kontaktlos) oder in eurer Apotheke bestellen, die Kosten dafür bewegen sich zwischen € 35,- und € 40,-

Beste Grüße und bleibt´s XUND!

Frühlingsräucherwerk “Glaube & Hoffnung”

Unterwegs in den Wäldern und Wiesen von Lavanttal heute am 21. März zum Jahreskreisfest „Tagundnachtgleiche“ Frühlingsanfang.

Unsere heimischen Pflanzen und Bäume vermittelt uns Zuversicht, Selbstvertrauen und Mut, verbinden uns in schweren Zeiten mit unseren Kraftreserven. So können verschiedene Kräuter Ängste sanft lösen und uns Geborgenheit und Schutz geben, damit wir uns nicht mutlos, verlassen und einsam fühlen. Die Pflanzen stärken unsere Achtsamkeit damit wir besser von störenden Situationen, Einflüssen abgrenzen können. Sie können nicht nur zum Räuchern sondern auch als Medizin oder als Nahrungsmittel verwendet werden. Besonders in schweren Zeiten sollten wir nur mit heimischen Pflanzen räuchern, sie geben uns Schutz, wirken stark erdend und vermitteln uns ein Urvertrauen.

In manchen Wurzel steckt sehr viel Kraft, durch das Räuchern wirkt der Pflanzengeist auf unser Wohlbefinden. Gerade in der jetzigen Zeit haben wir ein großes Schutzbedürfnis hier können wir mit der Pestwurz-Räucherung um Schutz bitten, ihr Pflanzengeist ist mächtig und sehr groß. Man sagt das bei ansteckenden Krankheiten eine Pestwurzel uns besonders schützt. Nicht zu unterschätzen sind unsere Bäume sie können uns viel Kraft und Schutz geben. Habt ihr schon mal nachgedacht über die Heilkraft der Eiche. Ich glaube das jetzt nicht die Zeit ist, uns mit den Inhaltsstoffen, den Wirkungen und das Aussehen der Pflanzen und Bäume zu beschäftigen. Wenn wir uns in die Natur begeben (solange es noch möglich ist) umschauen, eintauchen uns führen lassen, sehen wir ein Kräutlein im Sonnenschein, ein Herz im Stamm, einen alten dicken Stamm mit viel Harz nur zum Räuchern. So ging es mir in den letzten Monaten, vor ein paar Tagen fand ich Zutaten für die Räuchermischung „Glaube und Hoffnung“ Glaube- dass die Natur uns hilft Hoffnung – dass die Welt nach der Krise eine Bessere ist Mit den Wunsch und der Bitte das ihr mit Achtsamkeit und Gefühl die Pflanzen und Harze in der Natur sammelt, verrate ich euch die Zutaten.

Ich kann euch auch sagen das hier weniger mehr ist. Wer es nicht das versteht, beim Sammeln Zeit lassen, vielleicht mal einige Zeit bei der Eiche stehen und fragen ob sie dir ihr Moos übergibt und wofür. Vielleicht geht’s beim ersten Mal nicht, aber auch das könnt ihr lernen. Für jene die es nicht selber suchen können, hab ich etwas im Vorrat.

Ich verkaufe es nicht, sondern habe einen anderen Vorschlag den ich euch gerne am Telefon erzähle, meldet euch einfach bei mir. 0676 7144000

Räuchermischung „Glaube und Hoffnung“

Eichenmoos
Pestwurz
Waldbingelkraut mit Wurzel
Wurmfarnwurzel
Blüten von Huflattich, Lebeblümchen, Lungenkraut und Lerchensporn
Fichtenharz
Winterschachtelhalm
Holundermark Birkenrinde, Königskerzenblüten, Klebriger Salbei, Engelsüß, Ahornrinde
Guggul (indische Myrrhe)

Fettgedruckte sind die Hauptinhaltsstoffe, sollten vorhanden sein. Kräuter und Wurzel reinigen, zerkleinern trocknen und mit dem Harz vermischen. Eignet sich zum Räuchern mit der Kohle oder Stövchen Auf das Lüften nicht vergessen damit sich die schlechten Energien verflüchtigen können.

Viel Spass beim Sammeln und eintauchen in die Naturwelt. Nächstes Mal mach ich mit euch eine besondere Suppenwürze.

 

Vielen Dank an Mathilde Friesacher, die uns diesen tollen Beitrag geschickt hat.

DIY-Rezept: Der Popschi-Spray

Feuchttücher enthalten oft Plastik, sie belasten die Umwelt und verstopfen Kläranlagen. Das können wir doch besser, oder? Ja! Mit einem selbstgemachten Reinigungs- und Pflegespray für das Toilettenpapier – dem Popschi-Spray. Unsere FNL-Botschafterin Anita Landstetter hat uns dieses tolle DIY-Rezept zur Verfügung gestellt.

Man nehme:

50 ml Alkohol (40%iger Vodka, oder ein alkoholischer Pflanzenauszug der Hautpflegend wirkt bzw. bei Hämorrhoiden einsetzbar ist zB: Rosskastanientinktur, Rosskastanienblüten-Tinktur…, Ringelblumentinktur)
1 TL Glycerin
5 – 10 Tr. ätherisches Lavendelöl
Wasser oder Aqua Dest.

  • zuerst den Alkohol, das Glycerin und das ätherische Öl in eine 100 ml Sprühflasche füllen und etwas durchschütteln, damit sich diese Zutaten gut durchmischen.
  • Der Rest wird dann mit Wasser aufgefüllt und nochmals gut durch gemischt.

Wozu ist das Glycerin nötig? Es gibt einerseits ein gutes Hautgefühl und schützt die Haut vor dem Austrocknen.

Wir wünschen viel Freude beim Nachmachen!

Schöllkraut-Thujensalbe gegen Warzen

Sie sind unangenehm und hartnäckig – Warzen. Besonders Kinder können sie leicht bekommen. Dabei gibt es ein einfach herzustellendes Hausmittel, mit dem man die Warzen in die Flucht schlagen kann, ganz ohne aggressive oder schmerzauslösende Bestandteile.

Man nehme:

  • 1/2l Olivenöl
  • 2 Handvoll Thujenspitzen
  • 2 Handvoll Schöllkraut mit Blüte und Wurzeln
  • Bienenwachs

So geht’s:

Das Schöllkraut und die Thujenspitzen im Öl (im Wasserbad) 2-3 Tage lang warm ausziehen lassen und danach das Öl abseihen. Anschließend so viel Bienenwachs einrühren, bis eine cremige Konsistenz entstanden ist. Fertig ist die Salbe.

Bei Vollmond anfangen mit dem schmieren und danach so lange der Mond abnimmt, die Warzen behandeln.
Zusätzlich dazu kann man auch noch ein Fußbad machen. Man kocht einige Thujennadeln (da braucht man nicht so viele) und 2-3 Fichtenwipferl aus und gibt das Ganze dann in das Wasser für das Fuß- bzw  Handbad.

Vielen Dank an Margit Schlintl für dieses wertvolle und erprobte Hausmittel!

Räuchern in der kalten Zeit

Heute geht es um eine alte Tradition, die auch heute noch fester Bestandteil der Weihnachtszeit ist: das Räuchern. Maria Tamegger, FNL-Funktionärin, hat uns diesen Beitrag zum Thema zur Verfügung gestellt und gibt uns wertvolles Wissen an die Hand, das für jederfrau/jedermann anwendbar ist.


RÄUCHERN – ein altes volksheilkundliches Gut

Es ist wunderbar, wenn unser zu Hause zum wohligen Daheim voller Geborgenheit und mit guter Stimmung wird. Wir finden diplomatischere Worte, liebevolleren Umgang und sind geistig frisch und beweglich. Unser Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen kann wieder gestärkt werden und wir sind geschützt vor negativen Einflüssen. Irgendwie bekommen wir wieder besser und leichter Luft und neue Glücksgefühle und positive Energie zieht auch in unser Herz und und Miteinander ein.
Beim Räuchern komme ich leicht ins Schwärmen. Wir haben alles dazu das ganze Jahr überall um uns.
Die inzwischen gut getrockneten Zweige, Blätter, Blüten, Harze, Hölzer und Späne sowie Birken- und Buchenschwämme mit dem geweihten Kräuterbüschl vom 15. August und der Palmbuschn können jetzt wieder hervorgeholt werden. Wir erinnern uns an das Vegetationsjahr, den ganzen Jahreskreis, alle Jahreszeiten und viele Kräuterbegegnungen alleine oder im Kreis von FNL Freunden werden in unserem Kopfkino wieder lebendig. Der Duft, die Witterung, die speziellen Platzerln, die schönen Wanderungen und traumhaften Beobachtungen. Von Nichts braucht es viel und das Wenige ist Alles!
Und dann wird in beinah andächtiger Freude an alten und kreativ neuen oder speziellen therapeutischen Mischungen gearbeitet. Von situationselastisch bis traditionell oder durch alte Schriften oder moderne zahllose Räucher Literatur bestärkt. In jedem Fall ist jede Räuchermischung ein Rezept mit großem Potential. Es ist schon fast die Qual der Wahl. Einfach halten ist eine gute Idee!
Je mehr wir uns mit den Pflanzen vertraut machen oder gemacht haben, desto größer ist das Potential der Schöpfung. Es ist nicht für jeden „jetzt” das Gleiche perfekt. Doch läßt sich leicht mit etwas Liebe und sanfter Achtsamkeit das Richtige finden. Es zählt in jedem Fall das rechte Maß!
Mit Räuchern von heimischen selbst gesammelten oder gefundenen Schätzen jetzt das Alte loslassen – damit endlich neuer Elan und Segen wieder einziehen können! Das neue Jahrzehnt mit neuer Kraft kommen kann!

Waldweihrauch-Mischung
Eine Mischung heimischer Nadelholz Harze
Wie Fichte, Kiefer, Lärche, Zirbe, Tanne. Einzeln oder wahlweise gemischt.
In jedem Fall gut getrocknet und schon beim Sammeln in Achtsamkeit beginnt der Schutz und Segen. Harz bildet ja der Baum als Schutz bei seinen Verletzungen! Es braucht nicht viel und der Baum darf nicht verletzt werden!
Wurde früher traditionell für Hausräucherungen verwendet. Wirkt schützend, wärmend, desinfizierend, geistig klärend, reinigend, erhellend. Wohltuend für die Atemwege bei nasskaltem Wetter und den dann verbreiteten Unpässlichkeiten.
Der Duft ist frisch, waldig, nadelig, holzig, eukalyptusartig, warm
Almkräuter- und Waldweihrauch
Frischer Heuduft, würzig und frisch und dazu heimischer Waldweihrauch. Reinigt Körper und Seele, bringt fröhliche gute Gedanken, heitere Ausgeglichenheit und innere Balance. Schafft eine weite offene Raumwahrnehmung und öffnet auch den Geist! Leichtere Atmung. (Es könnte auch eine wunderbare Almtee Kräutermischung von einer Kräuterfrau herrlich als Räuchermischung verwendet werden. Und dazu eine Tasse wunderbarer Kräutertee mit Honig und Bratapfel mit Nüssen.
Kleiner Haussegen
Kräuter vom Kräuterbuschn vom 15. August und dazu geweihte Palmkatzln und Buxbaumzweigerl. Etwas Waldweihrauch oder Weihrauch und Myrrhe
Haussegen-Mischung
Almweihrauch oder Weihrauch u/o Myrrhe mit verschiedensten Kräutern mischen. zB Beifuß, Wacholder, Eisenkraut, Mädesüß, Heidekraut, Mistel, Melissenblätter, Majoran, Dost, Rosenblüten, Bio-Orangenschalen, Lavendel, Schafgarbe, Johanniskraut, Salbei.

Das sind freilich nur einige kurze Impulse und jede/r von uns, darf auch noch seine eigenen Erfahrungen machen. Erfahrungstagebuch schreiben was gut gelungen ist.
Persönlich mische ich für mich gerne ganz individuelle Themen oder lasse mich von verschiedenen Impulsen und Wahrnehmungen in Achtsamkeit vielseitig leiten.
Wenn wir durch Naturbegegnungen und die vielseitige Verwendung und volksheilkundlichen Anwendungen wieder das Vertrauen in die ursprüngliche Verbindung mit Mutter Erde und ihre Geschenke zurückgewinnen, werden wir innerlich stark und fühlen uns einfach gut und frei!
Von Nichts braucht es viel und das Wenige ist Alles!
In wertschätzender Achtsamkeit ENTSCHLEUNIGEN und die Akkus neu regenerieren.
Genau das und noch viel mehr zu Deinem höchsten Wohle wünsche ich Dir von ganzem Herzen,

Deine Maria Tamegger FNL Landesleiterin UK
www.schulefürlebensmentoren.at