Salomonssiegel: Der Geheimtipp für starke Sehnen und festes Gewebe

Im Juni, wenn die Natur in ihrer vollen Pracht steht, rückt das Thema Bewegung und Beweglichkeit in den Fokus. Bundesleiterin Sieglinde Salbrechter betont in dieser Zeit die Bedeutung eines starken Bindegewebes, das als zentrale Schaltstelle im Körper für die Versorgung und den Schutz unserer Knochen dient. Eine Pflanze, die in der Volksheilkunde als wahrer Spezialist für diesen Bereich gilt, ist der Salomonssiegel (Polygonatum).

Der Salomonssiegel: Kraft für die Struktur

Der Salomonssiegel, auch Weißwurz genannt, gehört zur Familie der Spargelgewächse und ist an seinem markanten, knotigen Wurzelstock (Rhizom) erkennbar. In der naturheilkundlichen Praxis wird es traditionell im Bereich von Gelenken, Sehnen und Bändern eingesetzt.

Neben der Hilfe bei Gelenkbeschwerden wie Osteoarthritis oder rheumatoider Arthritis bietet die Pflanze eine wertvolle Unterstützung für Frauen. Sie hilft, den Blutfluss zu regulieren, und gilt als besonders hilfreich in den Vorwechseljahren.

Praktischer Tipp: Rezept für einen Sehnensalbe (Vitalbalsam)

Um die Kraft des Salomonssiegels direkt auf beanspruchte Stellen aufzutragen, eignet sich ein aus den Quellen bewährter Vitalbalsam.

Die Zutaten:

  • 30 g Salomonssiegel-Öl
  • 30 g Beinwell-Öl (festigt und regeneriert)
  • 10 g Johanniskraut-Öl (wirkt entzündungshemmend)
  • 11 g Sheabutter und 15 g Bienenwachs
  • Optional: 1 g Vitamin E und Myrrhe-Öl

Zubereitung:

  1. Erwärme die Öle (außer das Johanniskraut-Öl), die Sheabutter und das Wachs im Wasserbad, bis alles geschmolzen ist.
  2. Lasse die Masse etwas abkühlen. Rühre das Johanniskraut-Öl erst bei ca. 50 °C unter, da sein wertvoller Inhaltsstoff Hyperforin hitzeempfindlich ist.
  3. Mische unter 40 °C die restlichen Zutaten bei, emulgiere alles gut und fülle den Balsam in saubere Tiegel.

Dieser Balsam ist eine sanfte Pflege bei Bänderzerrungen, Muskelschmerzen oder Sportverletzungen.

Stabilität von innen: Die Hirse im Juni

Ergänzend zur äußerlichen Pflege spielt die Ernährung eine zentrale Rolle für die Gewebegesundheit. Die Hirse ist hierfür die ideale Begleitnahrung im Juni. Sie zählt zu den siliciumreichsten Getreiden überhaupt; besonders die Braunhirse enthält eine enorme Menge an bioverfügbarer Kieselsäure (Silicium).

Dieses Spurenelement ist essenziell für die Elastizität und Festigkeit des Bindegewebes sowie für gesunde Knochen, Gelenke, Haut und Haare. Ein täglicher Löffel Braunhirse (z. B. im Müsli) unterstützt den Aufbau der Körperstruktur nachhaltig von innen heraus.

Mehr dazu findet ihr auch im Gesundheitsboten Ausgabe 3 2025!